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Von einer Anämie wird gesprochen, wenn zu wenige rote Blutkörperchen – genau genommen zu wenig Hämoglobin – im Blut vorhanden ist, um den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Schwäche, Müdigkeit und Kurzatmigkeit sind die Folge.

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So entstehen eine Anämie und ihre Symptome

Bei einer Anämie, zu Deutsch Blutarmut, ist die Konzentration des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin im Blut zu niedrig. Dies geht in der Regel mit einer zu niedrigen Anzahl roter Blutkörperchen einher. Die Blutarmut kann sowohl durch angeborene Erkrankungen verursacht werden, als auch erworben sein. Eine erworbene Anämie kann entstehen, wenn es zum Verlust größerer Blutmengen kommt, wenn zu wenige rote Blutkörperchen gebildet oder übermäßig viele rote Blutkörperchen zerstört werden. Ist die massenhafte Zerstörung der Erythrozyten Auslöser der Blutarmut, dann wird auch von einer hämolytischen Anämie gesprochen. Menschen mit Anämie sind meist auffällig blass. Sie leiden oft unter starker Müdigkeit, Schwäche sowie Kurzatmigkeit schon bei leichter körperlicher Belastung oder sogar in Ruhe.1

Eine Frau mit blasser Gesichtsfarbe blickt in die Kamera. 
AdobeStock 204329970 zinkevych

Anämie bei PNH

Die hämolytische Anämie gehört zu den charakteristischen Merkmalen der PNH. Sie entsteht zum einen dadurch, dass Erythrozyten, die im Normalfall etwa 120 Tage durch den Blutkreislauf zirkulieren, bei Betroffenen mit PNH vorzeitig und in großem Maße zerstört werden. Zum anderen ist das Knochenmark nicht in der Lage, den Verlust durch Bildung neuer roter Blutkörperchen auszugleichen, entweder, weil die Anzahl der zerstörten roten Blutkörperchen so hoch ist, oder weil das Knochenmark nicht mehr richtig funktioniert.

Ein sogenanntes Knochenmarkversagen kann sich im Verlauf der PNH entwickeln. Teilweise ist das Knochenmarkversagen, auch bekannt als aplastische Anämie (AA), jedoch selbst Ursache der PNH. Bei Betroffenen mit solch einer AA-PNH ist neben der Zahl der roten Blutkörperchen gleichzeitig die der Blutplättchen und/oder der weißen Blutkörperchen verringert. Zusätzlich zu den typischen PNH-Symptomen neigen Betroffene daher zu vermehrten Blutungen und häufigen Infekten.

Oberkörper einer Person mit Kittel. Gegenüber die gefalteten Hände einer weiteren Person.
iStock 161321635 andrei_r

Die Behandlung richtet sich generell nach der Schwere der Blutarmut. Mit Folsäure, Vitamin B12 und bei Bedarf Eisen kann die Blutbildung unterstützt werden. Medikamente können die Komplement-vermittelte Zerstörung der roten Blutkörperchen hemmen. Bei einem ausgeprägten Mangel an roten Blutkörperchen sind Bluttransfusionen notwendig, die unter Umständen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden müssen.2

Häufig gestellte Fragen:

Was bedeutet Blutarmut?

Blutarmut bedeutet, dass sich zu wenige rote Blutkörperchen bzw. zu wenig roter Blutfarbstoff (Hämoglobin) im Blut befinden.

Was ist die Ursache für zu wenig rote Blutkörperchen?

Ein Mangel an roten Blutkörperchen kann entstehen durch eine unzureichende Bildung oder eine übermäßige Zerstörung der roten Blutkörperchen. Zudem können starke Blutungen zu einer Blutarmut führen.

Welche Krankheiten führen zu Blutarmut?

Krankheiten, wie Zöliakie und Magenschleimhautentzündungen oder Alkoholmissbrauch können die Aufnahme von Nährstoffen behindern, die für die Blutbildung notwendig sind. Auch angeborene Erkrankungen wie eine Thalassämie oder erworbene Funktionsstörungen des Knochenmarks können eine verminderte Produktion gesunder roter Blutkörperchen zur Folge haben. Erkrankungen wie die Sichelzellkrankheit oder die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie führen hingegen zu einer frühzeitigen Zerstörung der roten Blutkörperchen.

Welche Symptome treten bei zu wenig roten Blutkörperchen auf?

Typische Symptome eines Mangels an roten Blutkörperchen sind Schwäche, Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Herzrasen, Kopfschmerzen und auffällige Blässe. Je nach zugrundeliegender Ursache der Blutarmut können noch weitere Symptome hinzukommen.

Was kann man tun, um die roten Blutkörperchen zu erhöhen?

Wenn die Blutarmut auf einem Mangel an Eisen, Vitamin B12 oder Folsäure beruht, kann nach ärztlichem Rat die Einnahme von entsprechenden Präparaten und eine Ernährungsanpassung sinnvoll sein. Bei manchen Erkrankungen ist auch die Gabe des blutbildenden Hormons Erythropoetin hilfreich. Durch Bluttransfusionen lässt sich die Anzahl der roten Blutkörperchen schnell und kurzfristig erhöhen.

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